words

I’ve always been in love with words, written and spoken.

for lilies diary i work as a travel photographer and writer. have a look at my articles here.                                     some other thoughts I feel the need to share out loud, you’ll find here. thanks for reading.

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.winter2016

#STOPJUDGING

we all have our own burdens to carry, we all have a weight on our shoulders.
and we all live only in our own body and mind. so stop judging people in their capability of „holding on“ or to adapt to situations, don’t judge people for their strength or weakness, cause you simply don’t know their story.
we all are shaped by our history, but we all do also have our genetical code. i for myself figured out, that there is a lot inside me, that has been there since i was born, how i was as a baby, then as a child, how i behave in kindergarden and who i am now: there have been crossroads and deep impacts, there have been days when my mind got twisted and i found new insights and ideas, but there is also the part of me that is purely me.
i have always been calm and reflective, but i won’t judge anyone who has an „outbursting“ manner.
the same way i hope that people won’t judge me for not going out on a friday night partying, cause i simply can’t stand all that noise.

instead of judging and putting your energy in hate and simply one more bad experience, take a second and talk to each other. ask if you don’t understand anything. or offer your help if you see someone struggling.

we only have this one life (possibly) and as beautiful as it is, sometimes everyone is having a tough time, and we should simply help each other to get through these times.

I won’t ever stop shouting this one simple truth from the rooftops: we are all connected.

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.juli2016.

#GEGENDASEIGENEDENKEN

wann hat das alles eigentlich angefangen? wann haben wir aufgehört unsere eigene meinung zu haben und unser eigenes weltbild zu formen? und, was ich mich wirklich frage: wieso scheint sich niemand dabei zu langweilen?

seit einiger zeit befinde ich mich in einem zustand konstanter konsternation. ich freue mich über verregnete graue tage, weil ich dann keine entschuldigung brauche um zuhause zu bleiben. an sonnigen berliner sommertagen gibt es offiziell nichts besseres als draußen zu sein. mein problem dabei: mein geist braucht input. doch auf den straßen nur noch konserve. während konservenessen offiziell geschasst wird, ist konservendenken der neue shit.
ach ja, und: suche dir deine liebste konserve und dann bashe alle übrigen konserven als gäbe es kein morgen. es wird nicht mehr diskutiert und argumentiert, es werden werbesprüche in den luftleeren raum geworfen. recherchieren war einmal, heute gibt es nur noch copy + paste. wie früher bei „herzblatt“ musst du dich entscheiden: lebensentwurf 1, 2 oder 3, dazwischen ist nicht viel spielraum für eigene ideen. aber immerhin sehen alle wahnsinnig gut dabei aus.

während ich in mitte an einer straßenecke chili con carne esse, ertappe ich mich dabei zu überlegen ob mir wohl gleich ein kampf-veganer hasserfüllte blicke oder neunmalkluge weisheiten an den kopf werfen wird. im vorbeilaufen. im laufen lässt sich sowas nämlich wunderbar bewerkstelligen ohne sich auf eine diskussion einlassen zu müssen. ich hätte nämlich durchaus eine fundierte und umfassende meinung zum thema, bin sogar pro-vegetarismus und pro-veganismus, würde aber gerne auch die globale dimension im auge behalten. aber das ist den meisten schon zu weit gedacht. an diesem tag habe ich fleisch auf meinem teller und bin per se der feind. falls es euch interessiert: ich habe auch einige sehr engagierte veganer in meinem freundeskreis, mit denen ich wunderbare diskussionen führe und deren einsatz ich 100%ig unterstütze.

ich scrolle durch meinen instagram-feed. banal formuliert: ich bin einer dieser visuellen menschen. ich könnte den ganzen tag bilder angucken und die welt beobachten. würde man mich dafür bezahlen was ich sehe, wäre das mein traumberuf. ist ja irgendwie auch so als fotografin. naja, ihr wisst was ich meine. neben dem feed mit den von mir abonnierten usern, gibt es auch den „entdecke“ feed. allein: es gibt kaum etwas zu entdecken. die welt spricht in werbesprüchen und sie fotografiert werbefotos. ich versuche mir vorzustellen wie diese zwei wunderschönen mädchen auf dem foto auf der bergspitze den sonnenuntergang genießen, nachdem sie sich eine stunde gestylt und darüber debattiert haben welche boots und hüte wohl authentischer wirken, welche inka-decke am besten zum farbton der erde passt und ob sie lieber beide sitzen als hätten sie gerade eine tolle unterhaltung oder lieber stehend über die ach so kleine welt gucken sollten. ich frage mich wie wohl der kalte organische peruanische frisch geröstete „but first, coffee!“ schmeckt… oder wird der nur fotografiert und im anschluss weggeschüttet?

eine weile hoffte ich auf einen trend, das oberflächliche und unechte gegen die mehr und mehr verzweiflungswerte lebensrealität auf diesem überbevölkerten bällchen im all.
doch inzwischen gibt es selbst in ehemals glaubwürdigen magazinen like-artikel statt leitartikel.
neulich finde ich eine anleitung für eine -achtung!- „DIY memory wall“ in einem nicht sooo schlechten interieur feed. ja, genau, hier wurde step by step erklärt wie man verschiedene fotos unsortiert irgendwie an seine zimmerwand kleben kann, um sich eine wand der persönlichen erinnerungen zu erstellen. am besten mit, ganz oldschool, echten fotoabzügen, für einen nostalgischen touch.
kurz kam mir mein kaffee wieder hoch. „tip of the day“ stand da geschrieben und es war absolut ernst gemeint.

gut, dass gerade die ersten sneaker mit „selbst-zuschnür-mechanismus“ (was weiß ich wie das auf trendisch heißt) auf den markt kommen, bald weiß niemand mehr wie man eine schleife bindet.

vielleicht muss diese generation einmal frontal gegen die wand rennen, vielleicht muss sich der kapitalismus endlich selbst fressen, vielleicht brauchen wir eine zombiecalypse.

oder vielleicht bin ich einfach zu oldschool für diese brave new world, vielleicht bin ich der fehler im system. follow the white rabbit.

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.september2015.

#REFUGEESWELCOME

Ich schreibe diesen Artikel nicht aus meiner Verantwortung als Reiseblogger, sondern aus meiner Verantwortung, die ich als Mensch empfinde. Aus meinem Unverständnis und der Ohnmacht angesichts dessen, was man dieser Tage lesen und erleben muss. Vielleicht multipliziert mein Beruf die Verantwortlichkeit, wurde mir in so vielen unterschiedlichen Ländern Herzlichkeit und Gastfreundschaft von den Menschen dort entgegengebracht. Und Freude darüber, dass ich ihr Land bereise genauso wie Neugierde zu erfahren wer ich bin und wie es in meinem Land ist.

„Mein Land“ und „ihr Land“. So simpel und doch macht genau das alle Unterschiede. Völlig egal um welche Länder es geht. Mein Land, das ist meistens das Land, in welchem man geboren wird und/oder in welchem man sich ein Leben aufbaut. Patriotismus fiel mir schon immer schwer. Weniger aufgrund der deutschen Vergangenheit, sondern aufgrund der Idee stolz auf einen Zufall zu sein. Zufall, ob ich im privilegierten Deutschland geboren bin, das Gymnasium besuchen und mir aussuchen kann wie ich leben möchte, oder ob ich als hungerndes Kind in der Wüste geboren werde, als Inuit in der Kälte Kanadas, als Schwede, Marokkaner oder Thailänder. Ob als Millionärstochter oder eben als Kind in einem der vielen Länder, die zur Zeit von Kriegen erschüttert werden. Mein Leben ist nicht mehr wert als jedes andere, jedes andere nicht weniger wert als meines. Im Grunde sind es nicht mehr als gemalte Linien auf der Landkarte und der Zufall zu welcher Zeit und auf welcher Seite welcher Linie man geboren wird.

Als geborene Deutsche bin ich trotzdem im Vergleich zu so vielen anderen privilegiert und mir dessen auch sehr bewusst. Schulbildung zu erhalten ist hier genauso normal wie eine Krankenversicherung zu besitzen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Vielleicht funktioniert auch in Deutschland nicht alles optimal, aber im Vergleich zu so vielen anderen Ländern stehen wir ganz schön gut da.
Wir. Die Deutschen? Oder wir, die Menschen, die in Deutschland leben?

Ich warte auf eine Zeit, in der sich ein Konsens gebildet hat, dass Menschen aller Nationen eines gemeinsam haben: diesen Planeten als Heimat. Wir sollten alle Patrioten der Erde sein. Und als solche gemeinsam für den Erhalt der Erde einstehen, und das Überleben der Menschen sichern. Jedes Einzelnen.

Doch wie soll meine Wunschvorstellung jemals Realität werden, wenn dieser Tage so viele Menschen die Zusammenhänge nicht sehen, ja, nicht sehen wollen? Wenn es noch immer Menschen gibt, die sich über andere stellen. Die von Angst fehlgeleitet Parolen schreien und Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verüben? Die Tatsachen verdrehen, irrsinnige Schlussfolgerungen ziehen und tatsächlich meinen sie seien es, denen etwas weggenommen wird.

Und mir fällt es wahnsinnig schwer Verständnis für diese Menschen aufzubringen, die sich weigern Fakten zu akzeptieren und sich schlau zu machen über diese unfassbar komplexe Krise mit all ihren Akteuren und Schauplätzen. Und nein, auch ich kenne nicht alle Tatsachen, auch ich kann keine Abhandlung schreiben zu all den Krisengebieten und Allianzen, darüber wer nun eindeutig Täter ist und wer Opfer. Und auch ich möchte manchmal laut schreien angesichts der Dinge, die gerade schief laufen. Was ich mit Sicherheit weiß ist jedoch: Dass Menschen aus Kriegsgebieten fliehen um ihr bares Leben zu retten, ist eine Folge all der Dinge, die schief laufen. Und wer all diesen Menschen per se unterstellt aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland zu kommen, der ist Teil des Problems, der geht selber gerade gewaltig schief.

Und während von „Umverteilung“ und Quoten gesprochen wird, nach denen die Flüchtlingsverteilung stattfinden soll, wird auch aus Überforderung wahnsinnig vereinfacht und aus all den Einzelschicksalen eine Zahl x gemacht. Das ist sicherlich für die Bewältigung vieler grundsätzlicher Fragen und organisationstechnisch notwendig. Gleichzeitig führt es aber auch dazu, dass pauschalisiert wird und das vor allem von denen, die eine solche Panik vor dem Unbekannten haben, dass sie all ihre Menschlichkeit vergessen.

Und so werden all die Menschen als eine große Masse wahrgenommen, verlieren ihre Namen und ihre Geschichten. Nachdem sie bereits ihre Heimat und ihre Identität verloren haben, werden Sie von Menschen, die lediglich mehr Glück hatten mit dem Ort ihrer Geburt, beschimpft und gehasst. Pauschal werden sie alle als von Geburt arme und ungebildete Leute gesehen, die aus wirtschaftlichen Gründen zu uns ins Paradies kommen, unter dem Vorwand des Krieges, weil es gerade so einfach ist sich hier einzuschleichen. Wieviel Angst muss man haben, wie wenig Respekt und Empathie anderen Menschen gegenüber, um so zu denken?

Umso wichtiger ist jeder Einzelne, der sich gegen den Hass stellt und vor die Flüchtlinge. Der sie willkommen heißt und Essen und Kleidung bringt, der Geld oder Zeit oder einfach nur ein wenig Wärme spendet. Der den einzelnen Menschen in diesem großen Konflikt sieht. Der versteht, dass hier Menschen ankommen, die gelebt haben wie wir. Die als Ärzte und Lehrer gearbeitet haben und deren Kinder zur Schule gegangen sind. Die Anwälte waren, Verkäufer und Schneider. Kinder, die zur Schule gingen und Fahrrad fuhren und Geburtstag feierten wie unsere Kinder. Familien, die aus Eltern und Kindern, aus Geschwistern, Tanten und Onkeln bestanden. Die in Häusern gewohnt haben, mit vollen Kühlschränken und ohne Sorge um das Morgen. Und die nun nicht einmal mehr wissen wer aus der Familie noch lebt. Die keine Häuser mehr besitzen, oder Fahrräder oder Kühlschränke. Die alles, was sie jetzt noch haben, am Leib tragen, wenn sie traumatisiert und verängstigt in ein Land kommen, in dem sie noch nie zuvor waren und dessen Sprache sie selbstverständlich nicht sprechen können. Und diejenigen unter ihnen, die keine Ärzte waren, sondern arme Bauern oder was auch immer, sind dennoch nicht weniger wert, sind genauso aus Ländern geflohen, in denen kein Stein mehr auf dem anderen steht und in denen man vielleicht noch von Existenz sprechen kann, aber schon lange nicht mehr von Leben.

Sie fliehen nicht von einem armen Land in ein reiches, sondern aus ihrer Heimat und ihrem Zuhause, das zerstört wurde, in ein fremdes Land, in dem sie nichts kennen und nichts besitzen und in dem sie es verdient haben als Mensch und nicht als nichts behandelt zu werden.

All jene, die bei einer ausgehungerten verzweifelten Menge von Menschen, die um nicht mehr als Überlebenshilfe bitten, von Schmarotzern sprechen und die gleichzeitig mit einer ekelhaften Doppelmoral den kleinen ertrunkenen Jungen an der Küste Bodrums als „armen Engel“ bezeichnen und ihre Trauer bekunden, können ja vielleicht mal Abenteuerurlaub in Syrien machen.
Ein kleiner Hinweis: All diese verzweifelten Menschen waren auch mal kleine Jungs und Mädchen und der kleine Alan Kurdi wäre auch ein erwachsener Mann geworden, der sich ein gutes Leben für seine Familie gewünscht hätte. Wäre er nicht ertrunken.

#BloggerFuerFluechtlinge sammelt gerade Spenden und ich bin dabei. Und ich freue mich über jeden Einzelnen, der sich anschließt, egal ob mit Geld, Taten oder Texten.

#BloggerFuerFluechtlinge  #MenschenFuerMenschen #refugeeswelcome

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.juni2015.

#WHATWHOHOW?

wer wollen wir sein in diesen tagen? in dieser generation? in dieser zeit am nymbus zwischen „wie es früher einmal war“ und der unabwendbaren zukunft, die ich als kind noch in sci-fi-filmen bestaunen durfte. nichts scheint wirklich mehr unmöglich und allein deshalb muss anscheinend alles möglich sein. und alle drehen durch.
wo es eigentlich immer größere wahlmöglichkeiten gibt, wie wir unser leben leben möchten, suchen wir immer händeringender nach irgendeiner richtlinie, an der wir uns entlanghangeln können.
es gibt diejenigen, die aus angst vor dem neuen und dem abgehängt-werden auf alles einprügeln, was ihnen fremd ist oder wo sie fürchten den anschluss zu verlieren. andere verurteilen aus neid, was wenig besser scheint. wieder andere aus purer überheblichkeit. was sie alle eint ist es sich über andere zu erheben, wo sie doch eigentlich nur eine berechtigung für ihr eigenes dasein suchen.

status: sind denn alle irre?

kommt nur mir das leben rückblickend einfacher vor, damals als es weniger optionen gab?
als weniger entscheidungen zu treffen waren, weniger fehler drohten?
sehe nur ich das angenehme im vertrauten? es war vielleicht nicht alles aufregend, doch immerhin einiges verlässlich und es blieb einem immer genug zeit zum atmen.
heute ist alles wissen zugänglich, alle kulturen bereisbar, alle geschmäcker probierbar.
alle antworten? unauffindbar. wir trauen uns alles zu und gleichzeitig nichts mehr.

früher wurde ein guter mensch an seinem charakter festgemacht, heute erscheint man nur noch gut, wenn man auch politisch korrekt ist, in allen lebenslagen und sogar in dingen, die einen nicht direkt betreffen. wir können nicht nur alles sein, wir müssen es. durch die globale vernetzung sind wir plötzlich auch alle für alles verantwortlich. jeder für jeden. und wo „an einem strang ziehen“ so oft helfen könnte, verstricken wir uns in strängen, von denen wir nicht mehr wissen wo sie anfangen, geschweige denn aufhören.

nicht mehr nur rabeneltern sind ein problem, sondern auch helikoptermütter und -väter, die nicht nur wollen, dass ihr kind ein zufriedener mensch wird, sondern auch ein perfekter, um in der heutigen welt bestehen zu können. die kinder von heute sind gefangen zwischen antiautoritärem irrsinn, in dem grenzen nicht mehr vorkommen – alles ausprobieren, sich selbst erfahren – und der freiheit der unendlichen möglichkeiten – von denen die eltern diejenigen bereits auf dem silbertablett servieren, die gerade allgemein akzeptiert sind.
wo früher (vereinfachend plakativ) arztkinder selbst ärzte wurden und vielleicht irgendwann eine sinnkrise bekamen, wären sie doch lieber eisverkäufer, steht heute eine generation, die von klein auf ökologisch zertifiziertes holzspielzeug und glutenfreies superfood als „drunter geht nicht“ vorgesetzt bekommt. ihre eltern gehen dienstags zum yoga und freitags zum crossfit (eine sportart reicht nicht mehr, wir brauchen ausgleich für körper und seele), am wochenende wird im umland gecampt (“neue heimatliebe”), die wohnung sieht trotz kinder aus wie aus dem kinfolk table und überhaupt ist unser aller leben gerade wahnsinnig minimalistisch und auf das wahre reduziert.  und während alle irre entspannt tun, wird “work-life-balance” ad absurdum geführt, wenn der life-part sich plötzlich wie die wirkliche arbeit anhört.

status: die generation ohne eigenschaften

all die jungen, erfolgreichen, wahnsinnig gesunden mittzwanziger? selten eine uninspiriertere generation gesehen, die dem optimierten konservenmenschen der zukunftsfilme ähnlicher war.

facebook-event „kräuterwanderung am see“: 1.107 sind interessiert. back to nature. eins mit der natur. du bist, was du isst. aber du isst schon lange nicht mehr was du willst.
noch vor zwei jahren sagte ich mir „mit all dem skandinavischen minimalismus sehen die ganzen trendkinder wenigstens mal gut aus, die wohnungen und büros werden schöner, nehm ich es doch als was gutes.“ inzwischen bin ich von den abziehbildern so unfassbar gelangweilt und finde kaum noch menschen, die auch unter dieser schale noch jemand „sind“, mit eigener meinung und eigenen gedanken, mit eigenem geschmack und eigenarten. mit mehr fragen und weniger kollektivängsten und gleichzeitig mit mehr mut und visionen.

oft wird diese generation als diejenige bezeichnet, die alle normen hinterfragt, die generation „why?“.
das sehe ich nicht. ich sehe die generation „what?“, was seid ihr eigentlich und wofür steht ihr?
zu all der weltoffenheit und optimierung hat sich eine kleingeistige uniformierung gesellt.
innerhalb dieser maskierung ist man safe und dabei gesund und erfolgreich, puh, alles richtig gemacht.
doch wartet, war das ziel nicht irgendwann ein anderes? kennt noch jemand das wort glück?
wann wart ihr das letzte mal glücklich, oder, weniger hochtrabend: zufrieden?

status: one step at a time

mein tag hat nicht genug stunden und mein gehirn nicht genug windungen um all die to-do’s zu erfüllen, die verlangt werden. mein größter schritt war der eine zurück von allem. das ist nun beinahe zwei jahre her und noch immer justiere ich um, richte ich mich neu aus, finde zu mir selbst.
ja, wir haben nur das eine leben (vermutlich), doch durchzurennen ist nicht meine definition von glück. ja, ich möchte ein guter mensch sein, doch es zählen für mich die inneren eigenschaften mehr. ich sehe neue trends und möglichkeiten in sachen ernährung und fitness, doch höre ich bei beidem vor allem darauf, was mir mein eigener körper sagt. bei allen fragen in sachen konsum versuche ich so bewusst und korrekt wie möglich zu entscheiden, bin mir aber bewusst, dass absolute perfektion nicht möglich ist. und vor allem bin ich der überzeugung, dass viele kleine schritte einen oftmals weiter tragen als ein großer; dass pausen zu jeder entwicklung gehören. und dass einfach nur einatmen und ausatmen manchmal das beste ist, was man für sich tun kann. und für die anderen.